Brauchtum
Heimwärts: Trachtenfrau, Tier mit Trychel, Strauss aus Kunstblumen
Eine grosse Anzahl von lokalen Bräuchen und Riten steht in Zusammenhang mit den Alpen. In einigen Gemeinden wird im Herbst Älplerchilbi gefeiert. Schon vor 400 Jahren dankte man mit diesem Fest für einen schönen, ertragreichen Sommer und eine unfallfreie Alpzeit. Die Älplerchilbi ist ein jahrhundertealtes Älplerfest, an dem die Bauern nach einem reichen Alpsommer zusammenkommen, um Gott für die empfangenen Gaben zu danken und sich nachher bei Essen, Musik und Tanz zu vergnügen. Schwingen ist ein Schweizer Nationalsport. Früher war es ein Kräftemessen der Älpler und Bauern an Alpfesten.
Mit dem Alpsegen oder Betruf sollen Unheil und Bdrohung von der Alp abgewendet werden. Bereits 1565 berichtete der Luzerner Stadtschreiber renward Cysat erstmals, wie "umb die zytt dess Ave-Marialüttens" die Sennen und Älpler "lütt und vych dem gnädigen schirm Gottes und syner werden muotter der himmel königin vevelche(n)", damit sie "alles übel und gespenst von disem Ort abhalten, alles glück verlyhen und unfal abhalten wollent."
Und natürlich der Alpaufzug und die Abfahrten. Jeden Frühling im Mai und Juni ziehen die Bergbauern mit ihrem Vieh auf die Alpweiden, mit Trachten, Trycheln und der Hoffnung auf einen schönen Alpsommer. Im Herbst geht der Alpsommer zu Ende. Es geht heimwärts, oft Dutzende von Kilometer zu Fuss. In einigen Orten sammeln sich die Älpler mit ihren Helfern und dem geschmückten Vieh zum gemeinsamen Umzug.
