Generalversammlung des Alpwirtschaftlichen Vereins des Kantons Luzern (AVL)
Dank und Wertschätzung für die Arbeit der Älpler
Im Hotel Drei Könige in Entlebuch trafen sich 206 Mitglieder und Gäste zur GV des AVL. Präsident Pius Schmid machte sich in seiner Einleitung Gedanken zur aktuellen Situation auf dem Agrarmarkt. Die weltweite Wirtschaftskrise und das Chaos, das die grossen Finanzinstitute mit Ihrem verbrecherischen Handeln der Volkswirtschaft zugefügt hätten, habe sich auch im Konsumverhalten niedergeschlagen und direkt auf die Agrarpreise ausgewirkt, sagte Pius Schmid und meinte weiter: "Die schwierige Situation auf dem Milchmarkt ist noch lange nicht ausgestanden und es braucht noch viel Einsicht aller Akteure - vom Produzenten bis zum Verarbeiter und den Verkäufern." Schwindender Grenzschutz und der Umbau des Direktzahlungssystems auf das Jahr 2013 würden die Produzenten verunsichern. Sein grösster Wunsch wäre, einmal einige Jahre Ruhe und nicht dauernd neue Gesetze und Vorschriften zu haben, erklärte Schmid.
Alpsommer von Wolfsrissen geprägt
Der Präsident zog Bilanz vom letzten Alpsommer und bilanzierte, aus Sicht der Alpwirtschaft sei der Sommer 2009 sehr ertragreich mit einer frühen Alpbestossung gewesen. Am 13. Juli 2009 habe für die Alpwirtschaft im Kanton Luzern mit den ersten Wolfsrissen an Schafen im Gebiet Fürstein eine neue Zeitepoche begonnen. Pius Schmid schilderte die daraus entstandenen Probleme und die Lösungsansätze, die bis heute unbefriedigend sind. "Wir vom AVL hoffen, dass auf politischen Druck der Schutzstatus des Wolfes gesenkt wird und früher eingegriffen werden kann", schloss der Präsident seine Ausführungen zum Thema Wolf.
Der Präsident zog Bilanz vom letzten Alpsommer und bilanzierte, aus Sicht der Alpwirtschaft sei der Sommer 2009 sehr ertragreich mit einer frühen Alpbestossung gewesen. Am 13. Juli 2009 habe für die Alpwirtschaft im Kanton Luzern mit den ersten Wolfsrissen an Schafen im Gebiet Fürstein eine neue Zeitepoche begonnen. Pius Schmid schilderte die daraus entstandenen Probleme und die Lösungsansätze, die bis heute unbefriedigend sind. "Wir vom AVL hoffen, dass auf politischen Druck der Schutzstatus des Wolfes gesenkt wird und früher eingegriffen werden kann", schloss der Präsident seine Ausführungen zum Thema Wolf.
Rück- und Ausblick
In der Totenehrung gedachte der Präsident der Verstorbenen, insbesondere Pater Wolfried Zihlmann, Mels, der mit dem AVL eng verbunden war, wie auch der Gattin des Ehrenpräsidenten, Anni Felder-Felder, Finsterwald. Hans Zemp, Sekretär, hielt in Wort und Bild einen interessanten Jahresrückblick, wobei der Höhepunkt der Sommerausflug ins Toggenburg auf die Alp Sellamatt war. Über die sauber und korrekt geführte Rechnung, die einen Verlust von rund 400 Franken ausweist, gab Kassier Fredy Röösli Auskunft. Die Jahresbeiträge wurden wie bis anhin belassen. Im Ausblick war zu erfahren, dass auch im diesem Jahr wieder eine Sommer- und im März 2011 eine Winterexkursion geplant sind. Am 25. September wird wiederum die sehr erfolgreiche Alpabfahrt in Schüpfheim durchgeführt.
In der Totenehrung gedachte der Präsident der Verstorbenen, insbesondere Pater Wolfried Zihlmann, Mels, der mit dem AVL eng verbunden war, wie auch der Gattin des Ehrenpräsidenten, Anni Felder-Felder, Finsterwald. Hans Zemp, Sekretär, hielt in Wort und Bild einen interessanten Jahresrückblick, wobei der Höhepunkt der Sommerausflug ins Toggenburg auf die Alp Sellamatt war. Über die sauber und korrekt geführte Rechnung, die einen Verlust von rund 400 Franken ausweist, gab Kassier Fredy Röösli Auskunft. Die Jahresbeiträge wurden wie bis anhin belassen. Im Ausblick war zu erfahren, dass auch im diesem Jahr wieder eine Sommer- und im März 2011 eine Winterexkursion geplant sind. Am 25. September wird wiederum die sehr erfolgreiche Alpabfahrt in Schüpfheim durchgeführt.
Alppunktierung und Ehrungen
Im vergangenen August wurde die von Erwin Wandeler betriebene Alp Grossenberg, Romoos, punktiert. Der Landwirtschaftslehrer, Ing. Agronom und Älpler mit Herzblut erhielt für die Führung der Alp wie auch für den Zustand der Gebäude je ein "sehr gut". Geehrt wurde auch Fritz Zinniker, der 25 Jahre auf dieser Alp gearbeitet hat. Eine Ehrung erfuhren ebenso Franz und Theres Doppmann-Haas, Heimeli, Blatten für 10 Jahre Bewirtschaftung der Alp Tristboden im Eigenthal.
Im vergangenen August wurde die von Erwin Wandeler betriebene Alp Grossenberg, Romoos, punktiert. Der Landwirtschaftslehrer, Ing. Agronom und Älpler mit Herzblut erhielt für die Führung der Alp wie auch für den Zustand der Gebäude je ein "sehr gut". Geehrt wurde auch Fritz Zinniker, der 25 Jahre auf dieser Alp gearbeitet hat. Eine Ehrung erfuhren ebenso Franz und Theres Doppmann-Haas, Heimeli, Blatten für 10 Jahre Bewirtschaftung der Alp Tristboden im Eigenthal.
Informationen und Grussworte
Kantonstierarzt Josef Stirnimann durfte mitteilen, dass es in diesem Jahr keine Sömmerungsvorschriften im Bezug auf Seuchen geben werde. Bernhard Koch, Bereichsleiter Direktzahlungen, lawa (Dienststelle Landwirtschaft und Wald) gab bekannt, dass nach der Erhöhung der Sömmerungsbeiträge im vergangenen Jahr 2,1 Mio Franken an 239 Alpen entrichtet werden konnten. In Vertretung des Kantonsratspräsidenten Hans Lutenauer überbrachte der Vizepräsident Leo Müller das Grusswort von Regierungs- und Kantonsrat. Vreni Müller, Gemeinderätin Entlebuch, hiess die Anwesenden im Namen der Gemeinde Entlebuch willkommen und grüsste ebenso als Vorstandsmitglied des Kantonalen Bäuerinnen- und Bauernverbandes. Alle Redner sprachen den Älplern den Dank und die Wertschätzung für ihre grosse Arbeit auf den Alpen aus.
Kantonstierarzt Josef Stirnimann durfte mitteilen, dass es in diesem Jahr keine Sömmerungsvorschriften im Bezug auf Seuchen geben werde. Bernhard Koch, Bereichsleiter Direktzahlungen, lawa (Dienststelle Landwirtschaft und Wald) gab bekannt, dass nach der Erhöhung der Sömmerungsbeiträge im vergangenen Jahr 2,1 Mio Franken an 239 Alpen entrichtet werden konnten. In Vertretung des Kantonsratspräsidenten Hans Lutenauer überbrachte der Vizepräsident Leo Müller das Grusswort von Regierungs- und Kantonsrat. Vreni Müller, Gemeinderätin Entlebuch, hiess die Anwesenden im Namen der Gemeinde Entlebuch willkommen und grüsste ebenso als Vorstandsmitglied des Kantonalen Bäuerinnen- und Bauernverbandes. Alle Redner sprachen den Älplern den Dank und die Wertschätzung für ihre grosse Arbeit auf den Alpen aus.
Grossraubtiere
Die Generalversammlung wurde vom Jodlerklub Luegisland, Ebnet-Entlebuch, unter der Leitung von Pascal Limacher, mit gepflegtem Jodelgesang in schönster Weise umrahmt. Nach den ordentlichen Traktanden sprach Nationalrat und passionierte Jäger Ruedi Lustenberger zum Thema Grossraubtiere. Er blickte einige Jahre zurück auf die Aussetzung des Luchses, durch den der Reh- und Gäms-Bestand recht dezimiert wurde. Inzwischen sei auch der Wolf vorhanden und die durch ihn entstandenen Schäden seien bekannt. Durch den gesellschaftlichen Wandel werde die Natur oft nur noch über die Medien wahrgenommen. Luchs und Wolf würden vergöttert, gab Lustenberger zu bedenken. Somit seien sehr unterschiedliche Meinungen zwischen Schützern und Nutzern entstanden. Während die Nutzer nur eine kleine Lobby hätten, verfügten die Schützer über viel Geld und eine grosse Lobby. Die Jagdgesetzgebung sei zu sehr auf den Schützer denn auf den Nutzer ausgerichtet, erklärte der Referent. In der Politik ist er deshalb aktiv geworden. Durch eine Kommissions-Motion würden nun Aussichten auf eine Änderung der Jagdordnung auf den 1. 1. 2011 bestehen, sagte Lustenberger. Das Geschäft werde diesen Sommer im Nationalrat behandelt. Er bedauerte, dass die Politik zu lange gezögert habe, zeigte sich aber zuversichtlich, für seine Anliegen eine Mehrheit zu erhalten.
Die Generalversammlung wurde vom Jodlerklub Luegisland, Ebnet-Entlebuch, unter der Leitung von Pascal Limacher, mit gepflegtem Jodelgesang in schönster Weise umrahmt. Nach den ordentlichen Traktanden sprach Nationalrat und passionierte Jäger Ruedi Lustenberger zum Thema Grossraubtiere. Er blickte einige Jahre zurück auf die Aussetzung des Luchses, durch den der Reh- und Gäms-Bestand recht dezimiert wurde. Inzwischen sei auch der Wolf vorhanden und die durch ihn entstandenen Schäden seien bekannt. Durch den gesellschaftlichen Wandel werde die Natur oft nur noch über die Medien wahrgenommen. Luchs und Wolf würden vergöttert, gab Lustenberger zu bedenken. Somit seien sehr unterschiedliche Meinungen zwischen Schützern und Nutzern entstanden. Während die Nutzer nur eine kleine Lobby hätten, verfügten die Schützer über viel Geld und eine grosse Lobby. Die Jagdgesetzgebung sei zu sehr auf den Schützer denn auf den Nutzer ausgerichtet, erklärte der Referent. In der Politik ist er deshalb aktiv geworden. Durch eine Kommissions-Motion würden nun Aussichten auf eine Änderung der Jagdordnung auf den 1. 1. 2011 bestehen, sagte Lustenberger. Das Geschäft werde diesen Sommer im Nationalrat behandelt. Er bedauerte, dass die Politik zu lange gezögert habe, zeigte sich aber zuversichtlich, für seine Anliegen eine Mehrheit zu erhalten.
Text und Bild Annalies Studer
