Chätterech / Tor
Bundesalp am Schimberg
Die Hirtenfamilie Kiser vor der geschmückten Stafel Chätterech.
Der Alpbetrieb mit den beiden Stafeln Chätterich und Vorder Tor liegt am Südosthang der Schimbrigkette über dem hintersten Flusslauf der Grossen Entle. Vorder Tor ist im oberen Hangabschnitt ziemlich steil, der untere Teil sowie Chätterech weisen dagegen nur eine mässig steile Hangneigung auf. Im Allgemeinen handelt es sich um ein ringes Weidegebiet. Durch die Südostexposition ist die Alp sonnig und früh. Die Alpweiden sind im Bereich des Schimbrigkalkes gelegen, trocken, mit geschlossener Grasnarbe und gutgräsig. Nur die untersten Partien leiden unter starker Vernässung. Diese Flächen sind vom Weidegang abgezäunt und dienen der Dürrfutter-und Streuenutzung. Chätterech ist eine Bundesalp; sie gehört dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).
Alphirt Oskar Kiser ist im Sommer auf der Alp, während seine Frau Klara mit ihren vier Kindern in Doppleschwand bleibt. Es gehört zur Tradition, dass auf der Alp Chätterich nach getaner Arbeit der Alpsegen gerufen wird. In der Alpstube hängt eine geschnitzte Tafel: „Oskar Kiser 30 Sommer auf der Alp Chätterich, 1975-2004.“
Auf einem Holzbrettli ist das „Gustibuurä-Regläment“ zu lesen: „1. ä guetä Aschlag, 2. ä luti Trichlä, 3. im Summär ä Litär Schnaps, 4. im Herbscht äs schöns Triechgäut. Das ghörtsi“