Portenalp
Galloways Land
Die Portenalp mit ihren Dauergästen: Das Zottelvieh ist widerstandsfähig und anspruchslos.
Die Portenalp, am Südhang der Beichle gelegen, wird von Beat Krummenacher und Kurt Lötscher gemeinsam bewirtschaftet. Die Alphütte, ein typisches Entlebucher Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert, mit einem querrechteckigen Grundriss auf einem niedrigen Bruchsteinsockel und einem steilen Satteldach mit Wohnhaus und Scheune in einem einzigen Gebäude, wird derzeit sanft renoviert. Im Erdgeschoss befinden sich Stube und Kammer an der Hauptfront, gleich neben dem Kuhstall.
Die Bewirtschafter fahren täglich zu ihren Galloways auf die Alp, um nach dem Rechten zu sehen und die Tiere mit Salz zu versorgen. Da eine ausgewachsene Galloway-Kuh nur zwischen 450 und 550 kg wiegt und eine Widerristhöhe von lediglich 120 cm aufweist, eignet sie sich ausgezeichnet für die Bewirtschaftung einer Alp. Die Galloways fallen durch ihren kurzen, breiten Kopf ohne Horn, ihr Flotzmaul – ein breites, weites Maul – und das typische, schwarze Zottelfell auf. Diese robusten und anspruchslosen Wiederkäuer sind äusserst widerstandsfähig, was eine beinahe ganzjährige Weidung und Landschaftspflege von Naturschutzgebieten erlaubt.
Die naturnahe Haltung gibt den Galloways Zeit, langsam zu wachsen und eigene Fleischeigenschaften zu entwickeln. Die Verteilung des Fettes und die ausgewogene Marmorierung des Fleisches fördern dessen aromatischen und charakteristischen Geschmack. Die feine Muskulatur trägt zur Zartheit des Fleisches bei, und der hohe Anteil von ungesättigten Fettsäuren ist ernährungsphysiologisch sehr wertvoll. Beat Krummenacher und Kurt Lötscher vermarkten das Galloway-Fleisch mit grossem Engagement und Erfolg selbst.

