Schlund/Chlus/Matte
Stein auf Stein zwischen saftigen Kräutern
Die Alp Schlund am Fuss der Schrattenfluh ist ganzjährig bewohnt.
Die Alp Schlund zählt mit einer Fläche von rund 375 Hektaren zu den grössten, privaten Alpbetrieben der Innerschweiz. Toni Zihlmann kann allerdings nur rund ein Drittel der Fläche wirtschaftlich nutzen, denn ein grosser Teil liegt in der steinigen Schratteflue, die sich über der Alp erhebt. Auf der Chlus befinden sich Alpgebäude, die heute dem SAC vermietet werden. Der Stall wird aber immer noch für die Rinder genutzt. Ganz zuoberst auf der Matte finden die Schafe die saftigen Alpenkräuter. Dazwischen liegt die Schratteflue mit ihren bizarren Furchen und Rillen und ihren unterirdischen Höhlensystemen.
Zwischen der Alp Schlund und dem Hängst gibt es mehrere gut markierte Wanderwege, auf denen man das eindrückliche Wechselspiel von Farben und Formen der Moore, Wälder und Felsen erleben kann.
Rinder und Schafe stammen vorwiegend von Landwirtschaftsbetrieben aus dem Entlebuch und werden in den Stallungen gruppenweise nach Besitzern eingestallt – sicher nicht immer ein leichtes Unterfangen. Die Ziegen, denen man vor der Alphütte begegnet, werden vom 75-jährigen Eigentümer mit der Melkmaschine gemolken. „Nicht schneller, aber ringer“, meint Toni Zihlmann schmunzelnd.
Die Alp Schlund ist das ganze Jahr über bewohnt. Wanderer und Tourenskifahrer können sich in der kleinen Alpbeiz verpflegen. Rauchwürste sind eine Spezialität der Familie Zihlmann.