Trochematt
Megger Exklave im Eigental
Rinderalp zuhinterst im Eigenthal: Alp Trochematt
Die Alpgenossenschaft Meggen hat die Alp 1864 käuflich erworben. Seither ist die Trochematt eine Megger Exklave zuhinterst im Eigental. Frühaufsteher können hier an der Pilatuskette Gämsen oder sogar Steinböcke beobachten. Roland Waltispühl und Hans Bättig, beide in Pension, haben eine neue Herausforderung angenommen und bewirtschaften die ringgängige Alp vom Mai bis Mitte September.
Der Name Trochematt stammt nicht etwa von den trockenen Weiden, sondern von den trocken gestellten Kühen – den Galtkühen – die früher auf dieser Alp gesömmert wurden. Heute werden Rinder gehalten, die nur bei schlechter Witterung gestallt werden.
Die urtümliche Hütte ist einfach, aber praktisch eingerichtet. Die Energieversorgung ist auf der Trochematt besonders vielseitig: Strom wird mit Solarpanels erzeugt, und geheizt wird nach wie vor mit Holz. Nachdem im Hitzesommer 2003 die Wasserversorgung prekär geworden war und oberhalb der Alp trotz einem Wasserriecher keine Quelle gefunden werden konnte, musste die Alpgenossenschaft handeln. Denn Wasser ist auch auf der Alp lebensnotwendig. Seit diesem Sommer wird das Wasser aus einer tiefer gelegenen Quelle mit einem Widder hochgepumpt, der dank einem speziellen Mechanismus ohne Stromversorgung auskommt.
Auf der Trochenmatt gibt es Flachmoore, die unter Naturschutz stehen und nur gemäht, aber kaum beweidet werden. Zwei Heublätze blühen im Frühsommer besonders prächtig, das Heu dient als Notvorrat bei Kälteeinbrüchen oder bei Schneefall.

