Kammgras- und Milchkrautweiden Auch auf den alten, schwach sauren Braunerde-Böden ist der Kalkstein erst weiter unten anzutreffen. Allerdings lassen hier die Nährstoffe aus Kot und Harn des Viehs (bzw. aus Mist und Gülle) die saftigen Pflanzen der Kammgras- und Milchkrautweiden kräftig gedeihen. Alpen-Rispengras, Kammgras, Rätisches Lieschgras bilden eine dichte Grasnarbe. Schmackhafter Weiss-, Rot-, Braun-, Schoten- und Thalsklee mit den Milchkräutern Gold-Pippau, Rauer und Herbst-Löwenzahn, mit Muttern und Alpen-Wegerich (Adelgras) setzen sich zu einem Tierfutter von hohem Nähr- und Wirkstoffgehalt zusammen, zu einem eigentlichen Vollwert-Menü. Für den Menschen sind sie zudem eine Augen- und Seelenweide. Dass schon die Vorfahren unserer Älpler den Futterwert dieser Pflanzen ohne chemische Futteranalyse kannten, kommt im alten Reim zum Ausdruck: „Romeye *, Muttern und Adelgras**, das Beste was das Chueli frass“ (*Alpen-Rispengras. ** Alpen-Wegerich) |